Definition eines Passivhauses

Unter einem Passivhaus versteht man ein Gebäude bei dem die im Haus befindliche Luft nicht geheizt werden muss. Die genaue Definition besagt, dass die in der ISO-Norm 7730 genau definierte, so genannte thermische Behaglichkeit allein durch Erwärmen oder Kühlen der Frischluft erreicht wird.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Passivhaus nicht mehr Wärme über seine Außenwände abgeben darf, als in ihm von selbst entsteht. Die Luft in einem Passivhaus kann dabei auf unterschiedliche Art und Weise erwärmt werden: Nicht wenig Wärme kann aus der Wärmeabgabe von Personen im Haus stammen, genauso wie aus der Abwärme von technischen Geräten. Eine andere Wärmequelle ist die Sonne. Auch bei niedriger Lufttemperatur kann Sonneneinstrahlung ein Gebäude erheblich erwärmen. Dieser Effekt kann durch bauliche Maßnahmen noch erhöht werden um so dem Ziel, ein Passivhaus zu schaffen, näher zu kommen.

Bei der früher üblichen schlechten Wärmedämmung fielen Abwärme von Personen und Geräten sowie Sonneneinstrahlung kaum ins Gewicht, da sehr große Wärmeverluste an den Außenflächen auftraten und durch Heizen kompensiert werden mussten. Mit moderner Wärmedämmtechnik lassen sich diese Verluste soweit senken, dass sie den Betrag der im Haus anfallenden Wärmenergie nicht mehr überschreiten.

Wenn dies der Fall ist, kann man von einem Passivhaus im Sinne der Norm sprechen. Wärmeverluste durch gewollten Luftaustausch lassen sich nicht vermeiden, da mit der abgeführten, verbrauchten Luft notwendigerweise auch Wärme verloren geht und frisch zugeführte, kühlere Luft wieder auf Raumtemperatur gebracht werden muss. Ein Passivhaus kann durch eine entsprechende Konzeption bei einem Neubau entstehen, aber auch durch Umbau und Nachrüstung eines Altbaus.


Der Beitrag besitzt Themenrelevanz zu Ernergiesparhaus, Haus, Hausbau, Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Passivhausbau, Wärmedämmung.

Kategorie(n) Hausbau

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